Warum Einhörner?

Das mit den Einhörnern kam so. Die meisten Büros haben eine Küche, die – egal, ob sie sich dafür eignet – als Aufenthaltsraum, Laberzimmer, und Ablagestätte für übriggebliebene Lebensmittel genutzt wird. Meist stammen diese (Lebensmittel, nicht Laberer) aus Konferenzen und Meetings, oder sind von einem Geburtstag oder dem weihnachtlichen Backwahn übrig. Manchmal sind sie unbekannter Herkunft oder undefinierbar, weil sie z.B., einer anderen Back- und Esskultur entstammen. Und manchmal sehen sie schlicht furchteinflößend aus, wie die Amerikanische Kekssorte Unicorn Poop:

Eher ein Phänomen, als ein Keks (bestens beschrieben in diesem phantastischen Blog: Kotzendes Einhorn.)

Obwohl die Belegschaft durchaus den amerikanischen Wunderlichkeiten wohlgesonnen war und eine nicht unerhebliche Zahl der Belegschaft diesem Land des Unicorn-Poops entstammte, wagte keiner das neonbunte Kekszeug anzurühren. Am Tag darauf fand sich ein Zettel unter dem Teller:

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(„Unicorn Poop! Yes, they’re edible. Try one! ❤ The RCC Unicorn.“ Zum Verständis: RCC ist natürlich der Firmenname)

Andere Büros haben Bürohunde, wir hatten also ein (noch ungesichtetes) Einhorn! Und das kackte uns auch noch fröhlich auf den Tisch! Um das RCC-Einhorn also zu finden, machte ich das Foto und postete es auf (oldschool) Facebook mit einem Suchaufruf.

Von da ab nahmen die Dinge ihren Lauf. Plötzlich sandte mir jeder alles ungefragt zum Thema Einhörner zu. Das RCC Einhorn hat sich übrigens an meinem letzten Arbeitstag gezeigt. Es heißt Jenny.

Darum Einhörner.

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5 Neuigkeiten im Westen

Kleiner Wortwitz im Blogtitel. Ich bitte um Verzeihung. Nicht, dass ich das Buch gelesen, den Film oder das Remake gesehen hätte. Nur irgendwie gibt es doch immer was Neues. Der Westen ist da höchstens eine Frage des Standpunktes und hängt wohl von dem Punkt ab, von dem aus man denkt. Spannend wird es also, wenn man sich weiter nach Westen bewegt, ob für kurz oder länger. Hoffen wir also, dass am Ende niemandes Kopf von einer Kugel durchbohrt wird, wenn er denselben mal wieder aus dem Schützengraben steckt um zu sehen, ob es was Neues gibt. In diesem Blog wird erst mal der Kopf heraus gestreckt. Und irgendwann gibt es bestimmt was Neues. Im Westen.

5 Neuigkeiten im Westen, z.B. wenn man von München nach Düsseldorf zieht:

  1. Ladenöffnungszeiten, von denen man in Bayern nur träumen kann: Um 21.30 am Samstag kann man einen Oh-hab-ich-noch-Lust-auf-Schokolade-Gummibärchen-Eis-Waffelmantsch-Gedanken noch mal eben in die Tat umsetzen. Übersetzt auf „Mutti“ heißt das dann um 20.38 Uhr an einem Donnerstagabend einen Wir-brauchen-noch-eine-Blume-zum-sezieren-für-Bio-morgen-Aufschrei noch kompetent und konstruktiv abarbeiten zu können.
  1. Die rheinische Frohnatur gibt es wirklich. Ich weiß nicht woher sie kommt, aber da ist sie nun mal. Ob in Gestalt der Floristin, die einem bestgelaunt am Dienstagmorgen ein Ohr abschwatzt, oder all die anderen wunderbaren Leute, mit denen man plötzlich „ins Gespräch kommt.“ Ein Phänomen, das in München eher rar ist. Alles nur eine perfide Tarnung des Düsseldorfers an sich? Dennoch kommt einem unwillkürlich in den Sinn, dass Grant vielleicht nicht nur sympathisch ist… Und wie ein gebürtiger Stuttgarter, jetzt Wahl-Düsseldorfer, letzthin so glücklich formulierte: „Wenn man mal weg ist aus dem Süden, merkt man erst, wie eng es da im Kopf war.“
  1. Es ist wärmer. So viel wärmer als im Süden Deutschlands. Es regnet mehr? Mag sein. Merkt man aber nicht, wenn man Mitte Oktober Vater rein mit dem Rad über eine der drei Brücken quert. Oder unter einer Feige sitzt, die hier winters keineswegs erfriert, während einem die wild lebenden Papageien über den Kopf fliegen. Ja, echt jetzt! Na gut, Halsbandsittiche. Wer will denn da noch in den Urlaub?
  1. Drachen steigen lassen geht! Eine Frage des Windes. Offensichtlich.
  1. Und: Es gibt hier Einhörner! 🙂

Zum Goldenen Einhorn

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Ja gut, Mädelsflohmarkt ist doof, aber hey, man muss Einhörner nehmen, wo man sie kriegen kann. Denn Ihr wisst ja…

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